Neutralität und Kopftuch

Kurzbeschreibung und Ziele

Warum dürfen kopftuchtragende Musliminnen gewisse Berufe nicht ausüben und was hat das mit staatlicher Neutralität zu tun? Die Working Group „Neutralität und Kopftuch“ nimmt sich diese kontroverse Frage zum Ausgangspunkt und zielt darauf ab, eine Frauenpolitik zu schaffen, die den Perspektiven muslimischer Frauen auf Augenhöhe begegnet und nicht nur über Musliminnen spricht, sondern mit ihnen.
Darüber hinaus möchte die Working Group eine in Deutschland bestehende Leerstelle füllen, indem sie eine progressive und von der Community getragenen Auseinandersetzung mit den bestehenden Kopftuchverboten in Deutschland anstrengt. Dabei soll das Selbstbestimmungsrecht der Frauen ins Zentrum gerückt werden! Denn viel zu oft leiden Frauen (ganz gleich ob muslimisch oder nicht) an einer paternalistischen und bevormundenden Ver- und Gebotspolitik in Bezug auf ihre Kleidung.

Methoden und Formate

Geplant sind zunächst Sitzungen in denen ein safer Space für muslimische Frauen angeboten wird. Diese Treffen sollen Frauen die von Kopftuchverboten betroffen sind, die Möglichkeit geben sich zu finden, ihre Themen festzulegen. Darüber hinaus dienen die Treffen auch denen die nicht primär von Kopftuchverboten betroffen sind aber sekundär mitfühlen und sich für das religiöse wie weltanschauliche Selbstbestimmungsrecht von Frauen einsetzen, sich so kleiden zu dürfen, wie sie es wollen.